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Reisen
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| Schottland |
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 Edinburgh,
das Scott-Monument
In den Princess Gardens in Edinburgh steht ein Turm, der
auf den ersten Blick an einen gotischen Kirchturm erinnert. Es ist
jedoch ein Denkmal, das Scott Monument. Wir dachten zuerst an den
Polarforscher Scott. Der war hier jedoch nicht gemeint. Das Monument
wurde für Sir Walter Scott, den Schriftsteller errichtet. Er
schrieb unter anderem Romane über schottische Geschichte. Wir
haben diesen Turm bestiegen, seine filigranen Verzierungen bewundert
und aus 61 Meter Höhe unseren Blick über Edinburgh schweifen
lassen.
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Aufgenommen am 17. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Edinburgh Castle und die "One O'Clock Gun"
Aus den Princess Gardens steigen wir hinauf
zur Royal Mile, der Straße, die vom Palace of Holyroodhouse,
einst die Residenz von Maria Stuart und jetzt der Wohnsitz der Queen,
wenn sie in Edinburgh verweilt, zum Edinburgh Castle führt.
Da wollen wir hin.
 Durch
eine hole Gasse müssen wir gehen, um auf die Royal Mile zu
gelangen. Dudelsackmusik empfängt uns dort.
Vorbei an dem Gebäude mit der Camera Obscura gelangen wir auf
den Vorplatz zum Castle. Hier stehen die Tribünen für
das alljährliche große Spektakel, die Edinburgh Military
Tattoo im August.
Vom den Hauteingang mit seinen mächtigen Toren und dem Furcht
einflössenden Fallgitter gelangen wir in das untere Schloss.
Unser Weg führt uns vorbei an der Forewall Battery durch den
Argyle Tower zur gleichnamigen Batterie mit der One O'Clock Gun.
Hier steht sie, die One O'Clock Gun und sie wird gerade geladen,
den gleich ist es 13 Uhr. Jetzt wird die Kanone aufgerichtet. Der
Schuss, es ist 13 Uhr, gut hörbar für alle.
So, nun werden wir die Burg erforschen. Hinweistafeln vermitteln
uns einen kleinen Überblick über die Geschichte des Castles
- wie 1457 die Ankunft der größten Kanone, die Mons Meg
oder 1566 die Geburt von König James VI. und 1573 und 1689
die Belagerung der Burg.
In den Räumen sehen wir einige Gegenstände und Bilder
aus der damaligen Zeit. Doch das eindrucksvollste Erlebnis waren
die Erscheinungen in den Kellergewölben, die das so genannten
"Schwarzen Abendessens" zum Thema hatten.
Es war 1441. Der junge König James II, ein Stewart, saß
auf dem Thron von Schottland. Doch er hatte mächtige Rivalen,
die Familie der Schwarzen Douglas. Der 6. Graf und sein jüngerer
Bruder wurden aufgefordert mit dem König im Davids Turm zu
speisen. Zum Schluss brachten die Diener ein ungewöhnliches
Gericht, den Kopf eines Bullen auf einer Platte. Das war ein sicheres
Zeichen, dass jemand sterben musste. Die Douglasbrüder wurden
des Hochverrats angeklagt und hingerichtet. Das war das "Schwarzen
Abendessens".
 Und
jetzt steigen wir in die Kellergewölbe hinab, um dieses zu
erleben.
Beeindruckend! Oder? Noch ein letzter Blick auf die Princess Gardens,
dann verlassen wir das Castle steigen wir den Berg wieder hinunter.
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Aufgenommen am 18. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Brücken an der Ostküste

Wir blicken über Edinburgh Richtung Norden
und sehen am Horizont eine mächtige Stahlkonstruktion. Es ist
eine Brücke über den Firth of Forth. Dieses unglaublich
wuchtige Bauwerk ist eine Eisenbahnbrücke, die auf Grund eines
Ereignisses im Jahre 1879 anschließend so massiv errichtet
wurde. Wie kam es dazu?
Um Schottland besser an den aufstrebenden Süden anzuschließen,
wurde um 1870 mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke von Edinburgh nach
Dundee begonnen. Zwei natürliche Hindernisse stellen sich dieser
Verbindung in den Weg: der Firth of Forth bei Edinburgh, sowie den
Firth of Tay bei Dundee. Erschwerend kam hinzu, dass die höchste
Stelle der Brücken 30 Meter über der Hochwassermarke der
Fjorde liegen musste, damit die damals größten Segelschiffen
auch bei Hochwasser unter ihnen hindurch fahren konnten.
Erst als man den Stahlbau besser beherrschte, wagte sich die Eisenbahngesellschaft
an Bau dieser Brücken heran.  Zunächst
wurde 1877 die 3 Kilometer lange Brücke über den Tay fertig
gestellt. 2 Jahre später kam es zur Katastrophe. Am 28. Dezember
1879 um 7:00 Uhr nachmittags passierte der Postzug nach Dundee bei
einem Orkan die Brücke . Als der Zug den Mittelteil erreichte,
stürzte diese durch die Last des Zuges und unter dem Ansturm
des Windes ein. Bei der Katastrophe kamen 75 Menschen ums Leben.
Es stellte sich heraus, dass die Belastungen durch den Wind völlig
unzureichend berücksichtigt wurden.
Über diesen Brückeneinsturz am Fluss Tay hat Theodor Fontane
eine kritische Ballade geschrieben. Sie beginnt mit den Worten:
»Wann treffen wir drei wieder zusamm'?«
»Um die siebente Stund', am Brückendamm.«
»Am Mittelpfeiler.« »Ich lösche die Flamm'.«
»Ich mit.«
»Ich komme vom Norden her.«
»Und ich von Süden.«
»Und ich vom Meer.«
»Hei, das gibt ein Ringelreihn, und die Brücke muss
in den Grund hinein.«
»Und der Zug, der in die Brücke tritt um die siebente
Stund'?«
»Ei der muss mit.«
»Muss mit.«
»Tand, Tand,
»Ist das Gebilde von Menschenhand.«
In Erinnerung an diesen schrecklichen Vorfall mussten die Konstrukteure
ihre Brücken deutlich sicherer bauen und das sieht man auch:
die Brücke bei Edinburgh wurde unglaublich wuchtig und massiv.
Die Brücke über den Tay wurde neben der eingestürzten
Brücke neu errichtet.  Die
Fundamente der alten Pfeiler sieht man heute noch. Die Lokomotive
des Postzuges wurde wieder gehoben und Instand gesetzt. Sie verrichtete
noch bis 1919 ihren Dienst.
Zurück nach Edinburgh. Westlich neben der Eisenbahnbrücke
überspannt seit 1964 eine Straßenbrücke ebenfalls
den Firth of Forth, eine Hängebrücke, eine vergleichsweise
filigrane Konstruktion. Durch diese Brücke wird die Fahrzeit
in die schottische Region Fife erheblich verkürzt, allerdings
muss für die Benutzung Brückenzoll entrichtet werden.
Wir fahren hinüber zu den Orten an der schottischen Nordseeküste.
Noch ein letzter Blick rechts auf die Eisenbahnbrücke. Die
mächtigen Brückenpfeiler sind gut zu erkennen. Und dazwischen
der vergleichsweise filigran aussehenden Brückenbogen. Welch
ein unterschied. Links tauch jetzt das mächtigen Seil der Hängebrücke
auf und schon befinden wir uns in der schottische Region Fife, der
Gegend in der die Urgroßmutter meiner Frau, eine geborene
Cairns, ihre Jugend verbrachte.  Das
Unglück auf der Brücke über den Tay müsste sie
mitbekommen haben, denn sie wurde 1847 in Dunfermline geboren, dem
Ort, an dem wir jetzt vorbei fahren.
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Aufgenommen am 18. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Im Königreich Fife

Wir fahren durch das ehemalige Königreich Fife, dem - Kingdom
of Fife - vorbei an Dunfermline, in jener Zeit die
Hauptstadt der keltischen Könige . Unser erstes Ziel ist Crail
an der Nordseeküste , das Seebad mit seinem malerischen Fischerhafen.
Ein Ort mit einer langen Geschichte. Im Mittelalter war dieser Ort
ein bedeutender Marktplatz der seit dem 14. Jahrhundert das Recht
besaß, auch an Sonntagen Märkte abhalten zu dürfen.
Im 16. Jahrhundert gefiel dies der Kirchenverwaltung von Schottland
überhaupt nicht und sie versuchte eine Änderung zu erzwingen,
jedoch ohne Erfolg. Heute ist von den damaligen Markttreiben nichts
mehr zu sehen. Wir schlendern durch die Hauptstraße mit seinen
seit 1963 wieder hergerichteten Häusern Richtung Hafen. Es ist
gerade Ebbe und die Schiffe liegen alle auf dem Trockenen. Erst mit
der nächsten Flut können sie wieder auslaufen.
Wir gehen die mit Kopfsteine gepflasterte Straße vom Hafen wieder
hinauf in den Ort zu unserem Bus. Unser nächstes Ziel ist St.
Andrews, die kirchliche Hauptstadt in jener Zeit. 
Auf der Burg wohnten sie, die wichtigsten Kirchenfürsten Schottlands.
In der Zeit, in der Schottland zunehmend protestantischer wurde, herrschte
hier der strenggläubige Katholik David Beaton. Er ließ
im März 1546 einen protestantischen Prediger vor der Burg verbrennen.
Im folgenden Jahr stürmten eine Gruppe Protestanten die Anlage,
töteten den Erzbischof und hingen seine Leiche an die Burgmauer.
Danach suchten sie Schutz in der Burg. Schottische Regimenter belagerten
sie und versuchten durch einen Tunnel in die Burg zu gelangen. Auch
die Belagerten gruben einen Tunnel. Beide Gänge wurden später
zwar verschüttet, sind aber heute wieder begehbar.
Wir gehen ein Stückchen an der Küste Richtung Süden
entlang und stehen unvermittelt vor den Ruinen der Kathedrale von
St. Andrews. Eine riesige Fläche bedeckt mit den Fragmenten von
Türmen, Seitenwänden, Gebäude und Mauergrundrissen.
Es muss ein mächtiges Gebäude gewesen, dass hier 1160 errichtet
wurde. Mehr als 150 Jahre benötigten die Bauherren um die Kathedrale
fertig zu stellen.
Eine Schautafel vermittelt uns einen Eindruck über die Größe
dieses Gebäudes.
Aber warum sehen wir jetzt nur die Überreste dieses mächtigen
Gebäudes?
In der Zeit der Reformation kam es zu Aufständen gegen die herrschende
Katholische Kirche in deren Folge die Kathedrale und das angegliederte
Kloster geplündert und zerstört wurde.
In den folgenden Jahrzehnten wurde viel über den Wiederaufbau
der Kathedrale beraten, aber sie wurde nie wieder aufgebaut. Vielmehr
dienten die Steine dieser Gebäude, wie auch die Steine der Burg,
als Baumaterial für die Entwicklung von St. Andrews. 
So nun wollen wir die Zeugen der Vergangenheit noch einen Augeblick
auf uns wirken lassen bevor wir zu einem Gebäude aus dem 15.
Jahrhundert kommen, dass nicht zerstört wurde.
1413 gegründet, ist Str. Andrews die älteste Universität
in Schottland. Durch einen Zufall gelangen wir durch ein unscheinbares
Tor in den Innenhof und lassen die ehrwürdigen Gebäude auf
uns wirken.
Das war ein Tag im ehemaligen Königreich Fife.
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Aufgenommen am 18. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Dunnottar Castle
Wir befinden uns einige Kilometer südlich
von Aberdeen an der Nordseeküste. Vor uns im Nebel taucht eine
mächtige Burgruine auf - Dunnotar Castle. Möwen Kreisen
um die Klippen. 50 Meter ist er hoch, dieser Felsen und obenauf
steht die Burg. Um auf sie zu gelangen, müssen wir erst mal
hinab steigen, um dann durch den Haupteingang, der in den F  els
gehauen wurde, wieder hinauf zu steigen. Die vielen Schießscharten
vermitteln den Eindruck, dass diese Festung uneinnehmbar war. Dennoch
eroberten die Schotten 1297 die von den Engländern besetzte
Burg - unvorstellbar. Nach dem Jacobiter-Aufstand wurde sie zerstört.
Das, was übrig geblieben ist, haben wir ausgiebig durchstreift.
Seht es euch an.
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Aufgenommen am 18. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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O  ld
Aberdeen
Auf unserer Rundreise durch Schottland kommen
wir auch nach Aberdeen. Vorbei am 1593 gegründeten Marischal-College
durch die Broad Street und dann immer geradeaus, gelangen wir zum
King's-College. Etwas früher, nämlich 1495 wurde diese Universität
gegründet, die 1860 mit dem Marischal-College zur Universität
von Aberdeen vereinigt wurde.
Die Gebäude sind im Karree angeordnet, deren eine Seite von einem
Bogengang begrenzt ist. Zwischen den Bögen sehen wir die
Wappen derer, die diese Universitätsgründung ermöglichten.
Der Gründer war William Elphinstone, Bischof von Aberdeen und
Kanzler von Schottland. Folglich gehört zu dem Gebäudekomplex
auch eine Kapelle mit einem Turmaufsatz in Form einer Krone.
Heute studieren über 13.000 Hochschüler aus allen Ländern
hier in diesen alt ehrwürdigen Gemäuern. Wie es wohl drinnen
aussieht? Da, da steht eine Tür offen, schauen wir doch mal hinein.
Eine angenehme Atmosphäre, oder?
Zum Abschluss noch ein Blick auf den Sarkophag des College-Gründers.
Da liegt er mit seiner Bischofsmütze. Nun hinein in unseren Bus
und weiter geht's.
Unser nächstes Ziel ist die Kathedrale St. Machar. Schon um 580
wurde im Zuge der Christianisierung Schottlands hier die erste Kirche
errichtet.
Von
der Insel Iona, in den inneren Hebriden gelegen, kam er, der Irische
Missionar St. Machar und baute hier eine Kirche. 1131 wurde diese
durch eine normannische Kathedrale ersetzt. Im Laufe der Jahrhunderte
mehrmals umgebaut, erweitert, zerstört und wieder aufgebaut,
stehen wir hier heute in diesem mächtigen Gebäude und lassen
die Zeugen der Vergangenheit auf uns wirken.
Das war ein kurzer Abstecher nach Old Aberdeen. Wir fahren weiter,
denn wir wollen noch einiges von Schottland sehen.
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Aufgenommen am 19. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Loch Ness und Nessi
Wir wollen zu Nessi, dem Ungeheuer von Loch
Ness. Also besteigen wir unseren Bus und fahren von Dundee auf der
E15 nach Inverness und dann an der nördlichen Seeseite vorbei
an Drunadrochit und Urquhart Castle. Unser Ziel ist Fort Augustus
am Südlichen Ende des Sees.
Wir wollen Nessi suchen und fahren mit einem kleinen Ausflugsdampfer
auf Loch Ness hinaus. Ein Seeadler, er fliegt am Ufer entlang. Der
Kapitän verfolgt ihn mit dem Boot. Aber, wo ist Nessi. Da,
merkwuerdige Wellen auf dem See. Und da taucht Nessi auf? Toll,
wir haben Nessi gesehen. Wer's nicht glaubt, der sollte nach Fort
Augustus fahren, ein Boot besteigen und suchen. Suchet und ihr werdet
finden!  Zum
Tagesausklang hat unser schottischer Reiseleiter, Tom, noch den
Besuch einer Tanzveranstaltung organisiert, Folkstanz. Ohne Musik
wurden uns die Schritte beigebracht. Und los geht's, mit Ansage,
ähnlich wie bei Squaredance. Das war ein interessanter und
erlebnisreicher Tag im Juli 2006 mit einem wunderschönen Abschluss.
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Aufgenommen am 20. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Nach Skye zu den Lachsen
Das erste Mal auf unserer Reise, dass wir einen
typisch Schottischen Morgen erleben, es ist diesig und regnet ganz
leicht. Wir fahren von Spean Bridge zur Insel Skye, die A 830 entlang.
Die Strasse verläuft parallel zur Eisenbahnstrecke von Fort
William nach Mallaig, dem Fährhafen. In den Sommermonaten verkehrt
auf diesen Gleisen ein historischer Zug, gezogen von einer Dampflok.
Um die Strecke zu bauen, mussten einige Viadukte errichtet werden,
so wie das Glenfinnan-Viadukt, das durch den Film "Harry Potter
und die Kammer des Schreckens" weltweit bekannt wurde.
Von Mallaig bringt uns eine Autofähre nach Skye und dort begeben
wir uns nach Portree, der Hauptstadt der Insel. Der Name dieser
Stadt kommt aus dem Gälischen und lautet übersetzt "Der
Hafen des Königs". Gälisch wird hier noch oder wieder
gepflegt.

Von Portree wandern wir an der Küste Richtung Norden entlang.
Ein Schiff liegt vor der Küste und daneben überdimensional
grosse Reusen. Da werden wohl Lachse gezüchtet. Im Video könnt
ihr sehen, wie die Lachse aus der Reuse in das Schiff gelangen.
Wir verlassen die Insel nicht wieder mit der Fähre, sondern
fahren über die Strassenbrücke, die den Loch Alsch die
überquert. Sie wurde vor etwa 10 Jahren errichtet. Zu Beginn
musste hier noch Strassenzoll gezahlt werden, etwa 7 Pfund. Seitdem
Schottland ein eigenes Parlament hat, ist die Benutzung der Brücke
kostenlos. Das war ein Tag auf der Insel Skye im Juli 2006.
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Aufgenommen am 21. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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Durch das wilde Rannoch Moor
Das Rannoch Moor, es ist die grösste zusammenhängende
Moorlandschaft Grossbritanniens. Die Wildnis umfasst 400 Quadratkilometer
und ist in dieser Form eine der letzten Landstriche Europas. Das
muessen wir sehen. Wir starten in Fort William. Der Ort entstand
im 18. Jahrhundert als Militärstuetzpunkt der Engländer
fuer die Unterwerfung der Highlands. Heute ist es das Zentrum der
Region und ein Knotenpunkt fuer den Tourismus. Von hier aus kann
man den Ben Nevis besteigen, durch das Rannoch Moor wandern oder
mit der Bahn durchfahren. Wir entscheiden uns fuer Letzteres und
besteigen den Zug Richtung Glasgow. Am Loch Treig, einem Frischwasser
Reservoir fährt der Zug stetig bergauf. 
Bei Corrour erreicht er den höchsten Punkt dieser Strecke,
etwa 450 Meter ueber dem Meeresspiegel. Wir haben jetzt das Hochmoor
erreicht. Torfsuempfe, kleine Seen, steinige Bäche, vereinzelte
Rinder und verfallene Häuser säumen den Weg. Eine mystisch-duestere
Landschaft, durchsetzt mit Wildbächen und mit Flechten bewachsenen
Felsen. Ab Rannoch Station, einem malerischen Ort, den man auch
ueber eine Landstrasse mit einem Auto erreichen kann, geht's wieder
bergab. Das Landschaftsbild verändert sich. Zu den Moosen und
Gräsern gesellen sich Nadelgehölze und später auch
Laubbäume. Unser Ziel ist die Station Bridge of Orchy. Dort
erwartet uns unser Bus, der uns dann nach Glasgow bringen wird.
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Aufgenommen am 22. Juli 2006
von Klaus-Peter Ehlers
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